Wikipedia über den Hintertuxer Gletscher

Hintertuxer Gletscher ist die touristische Bezeichnung des Gefrorene-Wand-Keeses (auch Tuxer Ferner genannt) sowie des benachbarten Riepenkeeses im Hintergrund des Tuxertals, eines Nebentals des Zillertals in Tirol, Österreich. Beide Gletscher sind durch Bahnen und Lifte erschlossen und werden bei entsprechendem Schneereichtum ganzjährig als Gletscherskigebiet genutzt. An seiner höchsten Stelle reicht das Skigebiet bis auf 3250 m in den Sattel zwischen den Gefrorene-Wand-Spitzen hinauf.
 
Das Eis
Bis zu 120 Metern ist der Hintertuxer Gletscher an seiner tiefsten Stelle im Eis dick. Er hat eine Länge von etwa 4 km, wobei diese durch die Bewegung von bis zu 40 Metern jährlich immer variiert. Darum müssen auch die Lifte mehrmals im Jahr verrückt werden, damit die Masten gerade stehen. Insgesamt besteht der Gletscher aus bis zu 190 Millionen Kubikmetern Eis.

 

Tourismus
Der Hintertuxer Gletscher bietet das ganze Jahr über die Möglichkeit, Ski zu fahren. Aufgrund der Höhe liegen auch meist gute Schneebedingungen vor, sodass nahezu alle Pisten und Lifte in Betrieb genommen werden können. Das Gletscherskigebiet bietet eine eigene Skischule für Anfänger und Fortgeschrittene an.
Neben den Wintersportmöglichkeiten erlaubt der Hintertuxer Gletscher eine Rundumsicht über die Alpen aus knapp 3.250 m. Das Gebiet eignet sich auch für das Bergwandern, es sind ausreichend Hütten vorhanden, zum Teil mit ganzjähriger Bewirtung. Eine der Hütten ist das Spannagelhaus mit dem Naturdenkmal Spannagelhöhle, des mit über 10 km Länge größten Höhlensystems der gesamten Zentralalpen. Der Höhleneingang liegt direkt neben dem Spannagelhaus.
Eine Gletscherspalte kann besichtigt werden („Natur Eis Palast“). Der Eingang dazu befindet sich knapp oberhalb der Bergstation des Gletscherbus 3. Besucher steigen dabei über Leitern und Treppen ca. 25 Meter tief ins Eis hinab
 
Lifte und Seilbahnen
Um die Menge an Touristen auf den Hintertuxer Gletscher zu befördern, wurden dort drei große Seilbahnen errichtet: Die sogenannten Gletscherbusse laufen mit je einer Gondel an zwei Stahlseilen und können so 24 Personen mit einer Gondel befördern. Der Gletscherbus 3 ist die höchste Seilbahn an 2 Stahlseilen (Zweiseilumlaufbahn) der Welt. Die Gletscherbusse sind Seilbahnen des Typs Funitel. Die dritte große Seilbahn wurde erst in der Wintersaison 2008/2009 in Betrieb genommen. Sie trägt nun den Namen Gletscherbus 1 und führt von der Talstation hinauf bis zur Sommerbergalm. Damit wurden die älteren 4-Personengondeln abgelöst, die bisher die Personenbeförderung, zusammen mit der immer noch in Betrieb befindlichen 8-Personen-Kabinenbahn zur Sommerbergalm übernommen hatten. Um einen ganzjährigen Betrieb zu gewährleisten gibt es in jedem Abschnitt der Zubringerkette von der Talstation zur Gefrorenen Wand 2 Seilbahnen. Insgesamt werden den Wintersporttouristen und den restlichen Besuchern 18 Lifte zum Transport von der Talstation Hintertux (1500 m) bis auf den Gletscher zur Verfügung gestellt.

 


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